Gehaltsverhandlung nach der Ausbildung: So klappts
Nach der Ausbildung ist die Gehaltsverhandlung oft das erste "echte" Gespräch über Geld. Viele Azubis nehmen was ihnen angeboten wird — dabei lässt sich fast immer mehr rausholen.
Wann solltest du verhandeln?
Spätestens wenn dir ein konkretes Angebot gemacht wird. Ideal: Du bist eingeladen worden um das Übernahmeangebot zu besprechen. Nie direkt im ersten Vorstellungsgespräch nach dem Gehalt fragen — erst wenn das Interesse beidseitig klar ist.
Was ist dein Marktwert?
Recherchiere vorher auf Gehaltsportalen (Stepstone, Gehalt.de, Bundesagentur), bei der Gewerkschaft oder frag Kollegen. Kenne die Bandbreite für deinen Beruf, deine Region und deine Berufserfahrung.
Konkrete Formulierungen für die Verhandlung
"Ich freue mich sehr über das Angebot und möchte gerne bei Ihnen bleiben. Ich habe recherchiert was in meinem Beruf in dieser Region üblich ist — und würde gerne über das Gehalt sprechen."
"Was ist der Spielraum beim Gehalt?" — Lass den Betrieb erst nennen, dann reagiere.
"Basierend auf meiner Recherche und meiner Leistung in der Ausbildung würde ich gerne mit €X starten." — Nenn eine konkrete Zahl, 10-15% über deinem Mindestziel.
Was wenn der Betrieb nein sagt?
- Nach anderen Benefits fragen: mehr Urlaub, Weiterbildungsbudget, Homeoffice
- Gehaltserhöhung nach 6 Monaten vereinbaren (schriftlich!)
- Konkrete Ziele vereinbaren bei deren Erreichen mehr Gehalt folgt
- Alternativen prüfen: Andere Arbeitgeber suchen und vergleichen
Lass dich nicht unter Druck setzen. Du hast Zeit zu entscheiden. "Ich würde das gerne kurz überdenken und mich morgen melden" ist immer eine valide Antwort.