Ausbildungsgehalt 2026: Was du verdienen kannst
Das Ausbildungsgehalt variiert je nach Beruf, Betrieb und Bundesland erheblich. Seit 2020 gibt es eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung — aber die meisten Betriebe zahlen deutlich mehr.
Mindestausbildungsvergütung 2026
Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung beträgt 2026 mindestens €682 im ersten Lehrjahr. Sie steigt in den folgenden Lehrjahren automatisch an: 18% mehr im zweiten, 35% mehr im dritten und 40% mehr im vierten Lehrjahr.
Typische Gehälter nach Berufsfeld
| Beruf | 1. Lehrjahr | 2. Lehrjahr | 3. Lehrjahr |
|---|---|---|---|
| Fachinformatiker:in | €1.150 | €1.250 | €1.350 |
| Mechatroniker:in | €1.120 | €1.220 | €1.320 |
| Pflegefachkraft | €1.280 | €1.380 | €1.480 |
| Kaufmann/-frau Büromanagement | €980 | €1.050 | €1.150 |
| KFZ-Mechatroniker:in | €950 | €1.050 | €1.150 |
| Einzelhandelskaufmann/-frau | €900 | €980 | €1.060 |
| Bäcker:in | €820 | €880 | €940 |
| Koch/Köchin | €750 | €850 | €950 |
Netto oder Brutto?
Gute Nachricht: Als Azubi zahlst du in der Regel wenig bis keine Steuern. Bis zu einem Brutto von ca. €1.300 im Monat bist du oft komplett steuerfrei. Sozialabzüge (Kranken-, Renten-, Pflegeversicherung) fallen aber an — ca. 20% des Brutto.
Nutze unseren kostenlosen Gehaltsrechner um dein voraussichtliches Netto für deinen Wunschberuf zu berechnen.
Regionale Unterschiede
In Bayern und Baden-Württemberg sind die Ausbildungsgehälter traditionell etwas höher als in Ostdeutschland. Der Unterschied beträgt oft 5-15%. Allerdings sind auch die Lebenshaltungskosten in süddeutschen Großstädten höher.
Worauf du achten solltest
- Tarifgebundene Betriebe zahlen oft mehr als nicht-tarifgebundene
- Große Konzerne zahlen tendenziell besser als kleine Handwerksbetriebe
- Zusatzleistungen beachten: Fahrtkostenzuschuss, Verpflegung, Laptop
- Übernahmegarantien und Einstiegsgehalt nach der Ausbildung erfragen